Das diesjährige Motto des Wettbewerbs lautet ‘Macht aus Fragen Antworten‘. Bundesweit haben sich 10.350 junge Forscherinnen und Forscher für die Jubiläumsrunde von Jugend forscht angemeldet. Sieben Bundesländer verzeichneten Zuwächse. Im Land Brandenburg steigen die Anmeldungen über die vergangenen Jahre kontinuierlich.
Nach dem beeindruckenden Erfolg des Einstein-Gymnasiums Neuenhagen aus dem Vorjahr, mit dem Gewinn des Bundespreises, sind auch im Jahr 2025 mehrere Schülerinnen auf Landesebene mit ihren Projekten sehr gut angekommen. Zwei Jugendforscherinnen konnten in ihren Fachgebieten den Landeswettbewerbs Jugend forscht Brandenburg 2025, teilen die Veranstalter mit: „In einer fundierten Arbeit untersuchte Djamila Ellinger (18) vom Einstein-Gymnasium Neuenhagen bei Berlin Farbstoffsolarzellen. Damit setzte sie sich im Fachgebiet Chemie durch. Loreley Paul (17) vom Einstein-Gymnasium in Neuenhagen bei Berlin beschäftigte sich mit der ‚photometrischen Entwicklung der rekurrierenden NovaTCrB 2024‘. Die Schülerin überzeugte die Fachjury mit ihrem tiefen Grundverständnis und löste damit das Ticket zum Bundeswettbewerb im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.“ Der Begriff Nova wird verwendet, wenn ein Stern in einem hellen Blitz explodiert, also eine Helligkeitsveränderung hervorrufen wird.

Die 18-jährige Djamila Ellinger aus Hoppegarten sicherte sich mit dem von Hendrik Stiemer betreuten Projekt den mit 250 Euro dotierten 1. Preis (Preisstifter: Fonds der Chemischen Industrie im Verband der Chemischen Industrie e. V.). Zusätzlich erhielt sie mit ihrer Forschung den Sonderpreis Energiewende & Klimaschutz vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, der ebenfalls 250 Euro Preisgeld einbrachte.

Stolz zeigte sich Projektbetreuer und Schulleiter Olaf Hofschulz. Sein Schützling, Loreley Paul aus Neuenhagen, erhielt 250 Euro Preisgeld (Stifter: stern). „Loreley hat sich eigenständig und auf höchstem Niveau in die photometrische Analyse von Helligkeitsänderungen von Sternen eingearbeitet. Ihre Ergebnisse hat sie unter Einbindung aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnisse interpretiert und so einen ernsthaften Beitrag zu einem sehr aktuellen Forschungsthema geliefert. Die wissenschaftliche Community wartet bereits seit einigen Monaten auf den vorhergesagten Ausbruch der Nova T CrB.“, erläuterte Hofschulz das Geo- und Raumwissenschaften-Projekt der 17-jährigen. Beide Schülerinnen werden Neuenhagen nun in der nächsten Runde auf Bundesebene vertreten.
Weitere Anmeldungen/Preise von Schülern des Einstein-Gymnasiums Neuenhagen bei Berlin
Bau und Test eines Mini-Pumpspeicherkraftwerks
Jugend forscht, Physik
Clara Schellong (15) aus Hoppegarten
Elaine Roy (15) aus Eggersdorf
Projektbetreuung: Herr Stiemer
Sonderpreis Die Kraft des Wassers (250 €, Preisstifter: Josef Wund Stiftung)

Desinfektion von Oberflächenwasser
Jugend forscht, Chemie
Skadi Lara Zienert (16) aus Altlandsberg
Clara Wartat (16) aus Hoppegarten
Lisa Mersiowksy (16) aus Petershagen
Projektbetreuung: Herr Stiemer
3. Preis (150 €, Preisstifter: Fonds der Chemischen Industrie im Verband der Chemischen Industrie e. V.) und Sonderpreis Umwelttechnik (250 €, Preisstifter: Deutsche Bundesstiftung Umwelt)

Vergleich von Mitteln gegen den Geruch von Hundekot
Jugend forscht, Chemie
Lea-Sophie Rändler (17) aus Hoppegarten
Projektbetreuung: Herr Stiemer

Hintergrund: Die 60. bundesweite Wettbewerbsrunde von Jugend forscht ist gestartet. Brandenburg kann auf 35 Jahre erfolgreiche Teilnahme zurückblicken. Am 1. April versammelten sich die besten Nachwuchsforscher aus ganz Brandenburg bei BASF in Schwarzheide, um ihre innovativen und kreativen Projekte einer Fachjury zu präsentieren. "Macht aus Fragen Antworten" ist das Motto des Wettbewerbs im Jubiläumsjahr 2025. Insgesamt 271 Schülerinnen und Schüler haben sich mit 159 Projekten für die sieben Fachbereiche Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaft, Mathematik/Informatik sowie Physik und Technik angemeldet. Für den Landeswettbewerb in Schwarzheide qualifizierten sich insgesamt 58 Jungen und Mädchen mit 34 Projekten. Davon starten zwölf Nachwuchsforscher im Alter zwischen 12 und 14 Jahren in der Sparte Jugend forscht Junior.